Die Longhunter, Mountain Men und Trapper.
Schon zur Zeit des French Indian War (Weiterführung und Ausdehnung des 7-jährigen
Krieges auf die britischen und französischen Kolonien in der Neuen Welt) also in der
Zeit von 1756 – 1762/63 waren Longhunter und Mountain Man auf der Suche nach
Land, Siedlungsgebieten und natürlich auch nach den Rohstoffen, die dieses Land zu
bieten hatte, nämlich vor allem Pelze. Diese waren bei den Kolonialmächten und deren
Handelspartnern nämlich sehr begehrt. Die Jagdgebiete erstreckten sich damals auf die
Gebiete entlang des St. Lawrence Stroms und der Great Lakes.
Viele Menschen, die damals in die Berge gingen, taten dies aus der Tatsache heraus,
dass sie zuvor fünf, sieben oder neun Jahre Frondienst abzuleisten hatten, ohne in ihrer
Heimat eine reale Straftat begangen zu haben. Es galt damals ein Gesetz in vielen
Teilen Europas und nicht nur in England, dass, wer als Strafe in die Verbannung
geschickt wurde, die Kosten für die Überfahrt und Verpflegung selbst zu tragen hatte.
Abzuleisten war dies in Form von Frondienst.
Auch gab es bereits im 18ten Jahrhundert Handelsstreitigkeiten. So
lagen die großen Handelsgesellschaften North-West Company,
North-East Company, Hudson-Bay-Company und noch einige mehr
immer wieder in Streitigkeiten. Diese arteten sehr oft in bewaffnete
Auseinandersetzungen um die Vormachtsstellung aus, bei denen es
auch Tote gab.
Diese Handelsgesellschaften stellten auch professionelle Jäger und Fallensteller an, die
nur für die betreffende Gesellschaft arbeiteten. Dies war die Geburtsstunde der Trapper,
die mit Fallen für ihr tägliches Brot sorgten. Fallen aus Metall konnten ab Beginn des
19ten Jh. nun auch maschinell hergestellt werden und so musste der Fallensteller diese
nicht immer einzeln aus Holz zusammen bauen.
Der Begriff „Trapper“ wurde erst im Laufe des frühen 19ten Jahrhunderts geprägt, als
die Pelzjagd immer professioneller wurde. So dauerte die Hochphase der Trapper auch
nicht sehr lange und war nur von ca. 1838 bis 1878. Zwar gab es in den folgenden
Jahren auch noch Trapper, die für verschiedene Handelskompanien und Aufkäufer nach
Pelzen jagten. Allerdings war es im Rahmen der fortschreitenden Industrialisierung nun
möglich, wertvolle Stoffe herzustellen, die sich nun auch die finanziell schwächer
gestellten leisten konnten. So dass man ab der Zeit von ca. 1890 kaum noch Trapper in
den Weiten der USA und Kanadas vorfand.